Teepflanzen wachsen in tropischen und subtropischen Regionen rund um den Äquator. Zum optimalen Wuchs benötigen sie viel Feuchtigkeit und Wärme, jedoch nicht zu viel Sonne. Tee gedeiht in höheren Lagen, wenn die klimatischen Voraussetzungen stimmen. Man unterscheidet zwei verschiedene Teepflanzen (siehe Grüntee) sowie verschiedene Hybride/Kreuzungen. Ein Teebaum kann über 100 Jahre alt werden, aber normalerweise werden die Pflanzen nach 30-40 Jahren gerodet.

 

Herstellung des schwarzen Tees

Es werden immer die frisch gewachsenen Blätter geerntet, two leafs and a but (2 Blätter und 1 Blattknospe). In vielen Gebieten wird noch per Hand von erfahrenen Pflückerinnen geerntet. In Regionen, wo eher billige Tees hergestellt werden, kommen Pflückmaschinen zum Einsatz, welche wie ein Rasenmäher das gesamte Blatt auf eine bestimmte Höhe abschneiden (pflücken) . Die geernteten Blätter werden in Manufakturen für 10-12 Stunden in Welktröge gelegt (welken) . Die Blätter verlieren hierbei bis zu einem Drittel ihrer Feuchtigkeit. Sie werden schlaff und ledrig. In Rollmaschinen werden diese unter leichtem Druck zwischen 2 Platten gedreht, damit die Blattzellen aufgebrochen und Teile der Zellsäfte freigegeben werden (rollen) . Nun verbindet sich Sauerstoff mit den Säften und die Oxidation (fermentieren) setzt ein. Die Blätter „rosten“ und färben sich kupferfarben, und Geschmacks- und Farbstoffe werden aktiv. Nun wird das Blattgut für maximal 2,5 Stunden in einem kalten, feuchten Raum ausgelegt, bis die Fermentation den gewünschten Grad erreicht hat. Je nach Grad wird die Tassenfarbe dunkler und das Aroma (Flavour) weniger fein. Danach wird der Tee in Öfen mit heißer Luft getrocknet (trocknen) und kommt als unsortierter schwarzer Tee heraus. Auf Rüttelsieben werden die verschiedenen Blattgrößen/grade herausgesiebt (sortieren) , zum Schluss erfolgt die Verpackung.

Anbaugebiete

Assam ist das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Es liegt im Nordosten Indiens. Geerntet wird von April bis Ende November/Anfang Dezember, in einigen Regionen das ganze Jahr. Assam-Tees sind meist kräftig, malzig und dunkelfärbend. Sie werden gerne für Friesen- oder englische Mischungen verwendet.

Ceylon bietet im Zentrum des Landes gute Anbaugebiete für einen kupferfarbenen, würzigen Tee. Das Spektrum an Qualitäten decken die verschiedensten Distrikte wie z.B. Nuwara Eliya, Dimbula oder Uva ab. Geerntet wird ganzjährig. Leider verlieren die Ceylon-Tees in den letzten Jahren stark an Qualität, u.a. wegen der gestiegenen Produktionskosten und der ökonomischen Beschränkungen auf den Plantagen. Man stellt mehr „tea for price“ als „tea for quality“ her.

Darjeeling Valley liegt in Nordindien auf 400 bis 2400 m Höhe im Grenzgebiet am Fuße des Himalayas. Geernet wird von Mitte März bis November. Die Frühlingsblätter werden zum bekannten first flush verarbeitet und die besten, fein- aromatischen Qualitäten mit dem Flugzeug nach Europa gebracht (Flugtee). Ab April bis etwa Mitte Mai findet die Ernte für den so genannten Inbetween statt. Ab Mitte Mai bis Anfang Juli (Beginn des Monsunregens) werden die vollmundigen, blumigen second flushs geerntet. Danach werden die einfachen Darjeelings mittlerer Qualität geerntet. Im Herbst wachsen die Teeblätter recht zügig, daher fehlt den Autumnals häufig das schöne Aroma.

China hat die älteste Teekultur. Sie bevorzugen jedoch grünen Tee, nicht desto weniger produzieren die Chinesen einen meist teein- und gerbstoffärmeren Schwarztee. Die Anbaugebiete liegen vor allem im Süden des Landes. In Keemun, Yunnan oder Szechuan wird nach Indien die zweitgrößte Menge an Schwarztee produziert.

Auf Java und Sumatra wird traditionell Tee angebaut, der hauptsächlich in Mischungen Verwendung findet. Afrika produziert Tee für englische Teemischungen oder Teebeutel. In Deutschland findet man in gut sortierten Fachgeschäften vereinzelt einen guten Kenia Tee. Tibet und Nepal bringen hervorragende Schwarztees hervor, welche nach und nach in den Teefachgeschäften zu finden sind.

Blattgrade

Blatt Tees sind O.P. Orange Pekoe, F.O.P Flowery…, G.F.O.P Golden…, T.G.F.O.P. Tippy…, S.T.G.F.O.P. Silver oder Superior…. Diese Bezeichnungen sagen nichts über die Qualität aus, es steht jedem Teegarten frei, eine dieser Bezeichnungen für seinen Blatt-Tee zu verwenden. Broken-Tees sind Absiebungen aus den Blatt-Tees oder werden schon als solche hergestellt. Sie sind recht kräftig, dunkel und manchmal leicht bitter. Sie sollten nicht zu hoch dosiert werden und nicht lange ziehen. Bezeichnungen siehe Blatt-Tees, allerdings mit einem B für Broken davor B.O.P. Fannings werden fast nur für Aufgussbeutel verwendet. Kräftig, dunkel färbend und meist bitter. Dust ist die Bezeichnung für die übrig bleibenden, feinsten, fast staubähnlichen Blattstückchen. Sie sind sehr ergiebig und bitter und bilden die Grundlage für Teebeutel.